DER OBERGRASHOF

Zur Qualität von Schafmilch und Schafmilchprodukten

Die Schafmilch liegt mit ihrem Gehalt an Eiweiß, Fett und Mineralstoffen vor der Kuh- und Ziegenmilch und ihr Wassergehalt ist der geringste unter diesen Milcharten.

Doch das wichtigste ist der hohe Orotsäuregehalt, durch den ihr eine Heil- und Schutzwirkung zugeschrieben wird. Orotsäure baut hochwertiges Zellkern-Eiweiß auf und wirkt so aufbauend beim jugendlichen Organismus und wiederaufbauend beim alternden oder kranken Organ­ismus. Orotsäure baut Ablagerungen in den Gefäßen ab und vermindert so deren Brüchigkeit.

Sie gilt als ideales Transportmittel für Magnesium, das der Zelle nur durch einen 'Schlepper' zugeführt werden kann. Magnesium-Orotat gilt als Vorbeugungsmittel gegen Krebs und als Mittel gegen Thrombose, es erweitert die Herzkranzgefäße und kann auch der Prostata-Hypertrophie, einer typischen Alterserscheinung bei Männern, vorbeugen. Orotsäure findet sich besonders in Buttermilch, saurer Milch, Quark, Kefir und Joghurt. Schafjoghurt und Schafsauer­milch enthalten die vier- bis fünffache Menge an Orotsäure im Vergleich zu diesen Produkten aus Kuhmilch. Der empfohlene tägliche Bedarf an Orotsäure für den Menschen liegt zwischen 50 und 200 mg, was 1/8 bis 1/2 l Schafmilch entspricht.

Ein weiterer Vorzug der Schafmilch ist ihre leichte Verdaulichkeit, bedingt durch die feinere Struktur der Fettmoleküle. Hierdurch ist sie für Säuglinge, Magenschwache und Magenkranke leicht verträglich und bekömmlich.

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