Saatgutarbeit
Mit der Aussaat beginnt jede gärtnerische oder landwirtschaftliche Arbeit. Doch welches Saatgut steht uns zur Verfügung? Nicht alles angebotene Öko-Saatgut halten wir für den biodynamischen Anbau geeignet:
- Die Verwendung von Hybridsaatgut bedeutet in der Regel sichere, uniforme und hohe Erträge, die unserer ökonomischen Verantwortung und den Erwartungen des Handels gerecht werden. Wie steht es aber mit der inneren Qualität?
- Samenfeste Sorten bedeuten in der Regel besseren Geschmack (insbesondere bei biologisch-dynamischen Züchtungen), höhere Bekömmlichkeit und mehr Lebenskraft. Wie steht es aber mit der Ökonomie?
Blühender Chicoree
Aus diesem Spannungsfeld erwächst das Motiv, sich für Erhaltung und Entwicklung unserer Kulturpflanzen einzusetzen. Am Obergrashof züchten wir neue Gemüsesorten (Blumenkohl, Chicorée, Kohlrabi, Möhre, Rettich) im Auftrag von Kultursaat e.V. und vermehren Saatgut für die Bingenheimer Saatgut AG. So wurde 2010 die Kohlrabisorte Rasko neu vom Bundessortenamt zugelassen.
Rettich Zuchtlinie
Ein weiterer Arbeitsbereich widmet sich auch Fragen der Forschung mit der Zielrichtung pflanzenstärkende Methoden zu entwickeln. Dazu gehört es auch, neue Wege in der Qualitätsbeurteilung zu gehen: Die bildschaffende Methode (Steigbilder, CuCl2-Kristallisationen) und die noch junge Methode der Rationalen Bildekräfteforschung.
Weitere Informationsquellen:
- Kultursaat e.V. – Verein für Züchtungsforschung und Kulturpflanzenerhaltung auf biologisch-dynamischer Grundlage.
- Bingenheimer Saatgut AG
Ökologische Saaten. - Gesellschaft für Bildekräfteforschung e.V.
gemeinnützige Fachgesellschaft.
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